Sonntag, 31. Mai 2015

Alte Handarbeitsschätzchen

Ich ziehe in wenigen Wochen um und habe meinen Kleiderschrank ausgemistet. Die Sachen die durch die kleinen Kleiderschranknähwichtel - auch Kalorien genannt -  heimlich enger gemacht wurden, so dass sie nicht mehr passen, habe ich aussortiert. Da sind so einige Säcke für den Altkleidercontainer voll geworden. Dabei bin ich auf ein paar Stücke gestoßen die zwar nicht mehr passen, aber zum Wegwerfen konnte ich mich doch nicht durchringen. Diese Sachen habe ich alle mal selber genäht, gestrickt, gehäkelt. 

 
Bei dem oberen Modell mit der braunen Norweger-Passe kann ich mich erinnern, dass sich mitten in der Arbeit die Nadel der Rundstricknadel von dem Nylonband (was zwischen den beiden Stricknadeln ist) gelöst hat und ich plötzlich zig Maschen mit einer neuen Nadel aufnehmen musste.

 
Diese Sommerbluse habe ich nach einem Burda-Schnittmuster mit drei verschiedenen Modellen genäht. Sie hat Brust- und Taillienabnäher und saß herrlich tailliert. Mit dem Blümchenstoff passt sie gut zu Jeans aber auch zu Röcken.

 
Das war Bluse Nummer zwei nach dem gleichen Schnittmuster, ohne Kragen, mit Wiener Nähten vorne und hinten und kleinen Ecken vorne am Saum. Für diesen eleganteren Schnitt habe ich einen Baumwollstoff mit edlerem Muster gewählt.

 
Bluse Nummer drei mit angesetztem und an der Knopfleiste leicht angerüschtem Brustteil. Sehr leicht für richtig heiße Tage, vor allem auch durch den dünnen Baumwollstoff. Die Bluse passt quasi zu allem, Jeans, Sommerhosen in allen Längen, Sommerröcke.

 
Diese leichte Strickjacke habe ich dann passend zu den Sommerblusen gestrickt, damit man, wenn es abends kühl wird, mal fix was überschmeißen kann. 
 
 

Im Häkeln habe ich mich auch mal versucht. Es reichte für eine kleine leichte Weste, um einfache weiße Shirts aufzupeppen. 

 

Tja, diese Sachen passen leider alle nicht mehr, aber ich hebe sie mal noch etwas auf :-) So das war ein kleiner Überblick über alte Handarbeitsschätzchen. Mal sehen, was ich noch so alles im Laufe dieses Umzugs finden werde....

Ich wünsche euch eine kurze Brückentagwoche, das Wetter soll ja sommerlich werden. Ich muss leider am Freitag arbeiten... 
Liebe Grüße Carolyn


 

Dienstag, 26. Mai 2015

Kleine Näherei

Bei der Einweihungsfeier meines Ältesten mit seiner Liebsten bekam ich die abgeschnittenen Stücke der neuen (ursprünglich viel zu langen) Vorhänge mit den Worten: Du kannst doch bestimmt Stoffreste gebrauchen... Ja klar! Immer her damit! Das waren aber große Reststücke und ich dachte mir, wenn sie neue Vorhänge hat, sehen Kissenbezüge im passenden Design bestimmt auch toll aus.
Die Reste reichten tatsächlich für zwei große Kissenbezüge 50x50 cm mit 5 cm breitem Stehsaum. In meiner Nähkiste fand ich auch noch weiße lange Reißverschlüsse und beim Schweden gabs die passenden Innenleben dazu.

 

 

 

Vor ein paar Tagen habe ich die Kissen dann in ihr neues Zuhause gebracht und nu liegen sie dort  gemütlich auf der Couch in der Nähe der Vorhänge. Genau genommen war es also ein ebenso praktische wie sinnvolle "Resteverwertung".

Für eine nette Kissenschlacht schicke ich die Kissen mal fix zum Creadienstag, zu Pamelopee, zur Kissenparty 2015 und zu Frollein Pfau

Einen lieben Gruß 
Carolyn



Mittwoch, 20. Mai 2015

Eine Krabbeldecke in blau-grün

Für einen kleinen Jungen der gerade das Licht der Welt erblickt durfte ich eine Krabbeldecke nähen. Der Kundenwunsch war: eine Decke im "Emma"-Stil, aber ohne Namen, dafür eine kleine Lok. Ich stellte drei Stoffpakete zusammen aus denen die Kundin sich eine Farb-Kombination aussuchte, alles weitere wurde meiner Kreativität überlassen. Also machte ich mich ans Werk...

 
 
 

...zuschneiden, Top zusammen nähen, Applikationen erstellen und probeweise auflegen - und dann war sie wieder da: diese Unsicherheit. Passt das so? Sieht das so aus? Oder doch lieber was anderes? Ist das auch harmonisch? "Beisst sich da nix?" - also kurz ein Foto vom Top an die Tochter geschickt um ihre Meinung zu hören. Sie befand es für gut und ich machte mich an die Fertigstellung.

 

Gequiltet bzw. gesteppt habe ich wieder mal per Hand, aber nicht zu viel, damit die Decke schön dick und flauschig bleibt. Sie hat eine 3 cm dicke Volumenvlies-Füllung.






 

 

Größe: 120 x 120 cm
Top und Backing: 100% Baumwolle
Filling: Volumenvlies 30 mm stark, 100 % Polyester
  Hand "gequiltet", naja eher leicht gesteppt

Ich freue mich, dass die Decke pünktlich fertig geworden ist und bin gespannt, was die Kundin morgen abend sagt, wenn sie sie bekommt. Ich mag die Krabbeldecke heute sehr und darum geht sie zu Frollein Pfau , zum Creadienstag und natürlich auch zu Pamelopee. Ich schau mal, ob sie auch bei den Herzensangelegenheiten von Nellemie akzeptiert wird :-)

Freitag, 15. Mai 2015

Blumen mit Herz

Ich liebe Blumen und habe eigentlich immer einen Strauß frischer Blumen auf dem Tisch stehen. Zu Muttertag habe ich gleich zwei schöne Sträuße bekommen und sie blühen immer noch wunderbar. Von meiner Süßen habe ich diesen Herzstrauß bekommen, ein tolle Blumenkombination eingebettet in ein rotes Herz:

 

Von meinem Sohn wurde ich mit drei großblütigen dunkelroten Rosen beschenkt. Ein sehr schönes und ebenfalls außergewöhnliches Gebinde. Dafür konnte ich endlich mal wieder die viel zu selten benutzte schmale hohe Glasvase aus dem Schrank holen.

 

 

Die dicken Blüten haben einen ganz besonders intensiven Rosenduft.

 

Vielleicht kann mir noch jemand sagen, wie man dieses große Blatt nennt, welches unten am Strauß eingebunden ist. Es sieht aus wie eine Hand mit vielen Fingern.

 

Die Blumen bekommen täglich ein wenig frisches Wasser, damit sie noch lange so herrlich aussehen und viel süßen Duft verströmen können. Außerdem schicke ich sie virtuell zum Holunderblütchen

Euch allen ein blumiges schönes Wochenende.

Mittwoch, 13. Mai 2015

Ein bisschen Aufhübschen

In einigen Wochen werde ich umziehen, vorher muss natürlich renoviert werden. Da ich beim Aussuchen der Tapeten diesmal erstaunlich unsicher war, habe ich mir mehrere Muster mitgenommen und über das Bett an die Wand geklebt. Es ist immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich die Tapeten im künstlichen Licht in der riesengroßen Baumarkthalle wirken und wie sie dann zu Hause im Raum aussehen. Das erste Tapetenmuster schaffte es ganze 60 Sekunden an die Wand, dann war es aussortiert, knapp gefolgt von dem zweiten Muster. Das dritte Muster hielt sich mit einem "Naja... hmmm... geht ja" an der Wand und schaffte es, mich von Tag zu Tag mehr zu überzeugen. Heute hängt es seit ungefähr drei Wochen dort und ich bin mittlerweile absolut sicher, dass dies die richtige Tapete für das Schlafzimmer der neuen Wohnung ist.

 

Ein Umzug ist die beste Gelegenheit zum Ausmisten. Seht ihr das auch so? Ich bin momentan damit beschäftigt die Schränke aufzuräumen, alles durchzusehen und Dinge, die man eigentlich nicht mehr braucht oder nie benutzt, auszusortieren. (Komischerweise betrifft es hauptsächlich Gegenstände aus dem Kleiderschrank....) Beim Sortieren der Kommodenschubladen fiel mir wieder das hässliche Muster an den Böden auf. Diese gelb-weiße Streifen gefielen mir noch nie. Eigentlich ist es ja egal, man sieht es ja nicht, aber nachdem ich in der neuen Kommode meiner Tochter ein hübsches Blumenmuster entdeckt hatte, kam ich auf die Idee, meine Schubladenböden mit Klebefolie aufzuhübschen. Wenn sie ja eh schon einmal leer sind zum Ausmisten, warum also nicht die Schubladenböden "renovieren"?

 

Die passende Klebefolie war nach kurzer Suche im Internet gefunden und kam ganz schnell ins Haus geflattert. Zu den beiden bestellten Folien (die rosa gestreifte und die cremefarbene mit Rosen) gab es noch ein Stück rosa mit Rosen geschenkt.


Das Einkleben ging ganz gut, dauerte aber doch etwas länger als gedacht. Damit auch alles einheitlich ist, habe ich die Schübe der Nachtkonsolen auch gleich beklebt. 

 

Jetzt freue ich mich über die aufgehübschten Schubladen, auch wenn man das Innenleben ja nicht sieht, ich weiß ja, wie hübsch es ist ;-)

 

Die Schubladen sind mittlerweile alle wieder eingeräumt, bis zum Umzug sind ja noch ein paar Wochen, aber jetzt habe ich viel mehr Platz und Ordnung darin. 
Von der Klebefolie sind noch Reste übrig, die werde ich bestimmt mal zu Dekozwecken verwenden. 
Die Aufhübsch-Aktion schicke ich dann gleich mal rüber zu Pamelopee und zu Frollein Pfau


Sonntag, 3. Mai 2015

Zur Abwechslung mal etwas aus der Küche

Ich liebe Chutneys. Sie sind einfach köstlich zu Fleisch, Käse oder Baguette. Mein ganz persönlicher Favorit ist selbstgemachtes Apfel-Cranberry-Chutney. Bei uns "geht das weg wie warme Semmeln", da stürzt sich jeder drauf. Die beginnende Grillsaison nehme ich mal zum Anlass, euch das Rezept vorzustellen - aber Vorsicht: Suchtgefahr 


Apfel-Cranberry-Chutney

Zutaten
600 g säuerliche Äpfel
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
30 g frischer Ingwer
1 Tl Salz
200 ml Obstessig
130 g brauner Zucker
100 g TK-Cranberries
30 g getrocknete Cranberries
Zubereitung
Äpfel schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden.
Zwiebeln in Würfel schneiden.
Knoblauch fein hacken. Ingwer schälen und fein reiben.
Äpfel, Zwiebeln, Knoblauch, Salz und Ingwer in einen Topf geben.
Essig, Zucker und TK-Cranberrys zugeben.
Offen aufkochen und bei milder Hitze 1 Stunde kochen lassen, bis die Äpfel weich sind.
Chutney mit einem Kartoffelstampfer grob zerdrücken.
Getrocknete Cranberrys unterrühren.
Nochmals aufkochen und sofort randvoll in Twist-off-Gläser füllen.
Gläser verschließen und abkühlen lassen.
Das Chutney hält sich geöffnet im Kühlschrank 2 Wochen.



Viel Spaß beim Nachkochen, ich hoffe es schmeckt euch.